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Jiu Jitsu

Jiu JitsuJiu Jitsu [dʑɯː.dʑɯ.tsɯ] (jap. 柔術, Jūjutsu?/i; „Die sanfte/nachgebende Kunst“) ist die von den japanischen Samurai stammende Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Hierbei war das Ziel auch ohne Waffen kampffähig zu sein und sich nicht seinem Schicksal ergeben zu müssen. Egal ob durch Verbot oder durch Verlust des Katanas. Die Samurai gehörten dem Adelsgeschlecht an und so war die Kampfkunst anfangs sehr elitär, sickerte aber nach und nach auch zum gemeinen Volk durch.

Welche Kampfsportarten stammen vom Jiu Jitsu ab?

Jiu Jitsu ist die Mutter der japanischen Kampfsportarten. Aus ihm enspringen Sportarten wie

  • Judo (jemanden in seiner Rüstung zu werfen kam dem Tode gleich)
  • Aikido mit dem weiterleiten der Angriffsenergie
  • Ju-Jutsu bedient sich vieler Techniken aus den unterschiedlichsten Kampfsportarten
  • BJJ basiert auf dem Judo/Jiu Jitsu von japanischen Reisenden die sich in Brasilien niederließen.
  • Krav Maga, was eine Mischung aus Boxen, Ringen und Jiu-Jitsu ist.

Jiu Jitsu hat nicht nur zum Ziel seinen Angreifer möglichst schnell abzuwehren, sondern auch die japanische Philosophie der Samurai. Jiu Jitsu ist kein plumpes Kräftemessen sondern legt viel Wert auf die Technik, mit der ein körperlich Unterlegener seine Angreifer trotzdem besiegen kann. Dies wurde von BJJ noch weiter perfektioniert. In Deutschland verbreitete sich Jiu Jitsu mit Hilfe von Erich Rahn seit dem 20. Jh. Hierbei wurde von Rahn im Jahr 1906 die erste Jiu Jitsu „Schule“ in einem Kneipenhinterzimmer in Berlin eröffnet. Hierbei wurde der Gedanke von Anfang an stärker auf die Selbstverteidigung ausgerichtet und weniger auf die Philosophie, auch wurden schon früh westliche Einflüsse des Boxens und Ringer integriert.

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