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Jörg „Marschmallow“ Lothmann Interview – Superfight gegen Peter Angerer und Inzucht im BJJ

Im Jahr 1984 fing Jörg „Marschmallow“ Lothmann mit dem Kampfsport an und nach 32 Jahren, in welchen er aktiv an Wettkämpfen teilnahm, wird er am 9ten April erneut in den Ring steigen. Ganz nach dem Motto „Wer aufhört zu kämpfen, hört auf zu lernen“.
Der Gegner seines Nogi Grappling Superfights beim Respect FC in Köln wird der Luta Livre und MMA Pionier Peter Angerer sein. Wir haben Jörg in der Eifel besucht und mit ihm über den Kampf, aber auch über sein Training, seinen Werdegang und die „Inzucht“ im Kampfsport gesprochen. Für euch haben wir einige wenige Teile des Gesprächs zusammengefasst, aber falls ihr Interesse an dem ganzen Interview in der Rohfassung habt, könnt ihr dieses am Ende des Artikels anschauen.

Wer ist eigentlich Jörg Lothmann ?

Jörg „Marschmallow“ Lothamnn ist Karate & Brazilian Jiu Jitsu Schwarzgurt. Auch heute nimmt er noch als aktiver Wettkämpfer an Events teil und ist Trainer des „Team Marschmallow“ in Niederprüm in der Eifel. Im Jahr 1984 fing Jörg Lothmann seine Kampfsportlaufbahn mit dem Karate an und startete im Jahr 2000 mit dem Brazilian Jiu Jitsu. Seit 1987 nimmt Jörg Lothmann an nationalen und internationalen Wettkämpfen in den verschiedensten Kampfstilen teil und machte im Jahr 2011 sein Profi MMA Debüt bei Respect FC 6 gegen Jeffrey Waltmans. 

Sein Kampf am 9ten April bei Respect FC 16 im Satory Saal in Köln wird der sechste Kampf von Jörg bei der Respect Veranstaltungsreihe sein (4x Profi MMA, 1x BJJ Superfight), man könnte also meinen, dass sich „Marschmallow“ sehr wohl in dem Ring fühlen wird. Was ihm jedoch etwas weniger Freude bereitet ist das Gewichtslimit von 80kg welches es bis zum 9ten April zu erreichen gilt. Damit das Gewicht stimmt und er in Top Form ist bereitet sich Jörg Lothmann für die verschiedenen Facetten des Kampfes vor und sieht den Gewichtsverlust vor dem Kampf als Bonus für seine Gesundheit, da sich das viele Essen auf Dauer nicht mit seiner Gesundheit verträgt. „Ich geb wirklich Vollgas!“, sagte er im Interview bezogen auf das Training aber auch der Kampf wird sicher einiges zu bieten haben.

„Der Bessere wird gewinnen. Und ich gehe lieber mit einem ehrenvollen Tap da raus wie irgend so ein böses hin und her Geschiebe“, Jörg.

Sowohl Jörg Lothmann als auch Peter Angerer sind heiß auf den Kampf und wollen mit der Submission nach Hause zu gehen. Beide gaben das Versprechen, dass der Kampf vorzeitig entschieden wird und sie alles im Ring geben werden. „Es wird einige Überraschungen geben“, sagte Jörg zum Kampf und steigt die Spannung und die Vorfreude auf den Grappling Superfight. Wir werden vor Ort in der Halle sein und uns den Kampf nicht entgehen lassen, falls ihr auch Lust habt dabei zu sein könnt ihr euch eine Karte auf rfc-mma.de bestellen.

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Für den Kampf im April bereitet sich Jörg Lothmann nicht nur in der Eifel, sondern auch bei vielen anderen Teams in Deutschland vor. Dies ist für ihn jedoch nichts Besonderes, denn schon zu Beginn seiner BJJ Karriere pilgerte er teils 3 Stunden nach Holland, nur um von anderen Trainern zu lernen. Während „Marschmallow“ eine sehr entspannte Einstellung zum Training bei anderen Trainern hat, gibt es da auch andere Meinungen zu dieser Thematik, was Jörg dazu brachte von der „Inzucht“ im Kampfsport zu berichten.

Dabei spricht er in zwei Arten der Regression im Kampfsport, zum einen erklärte er, dass wenn man sein ganzes Leben nur von einem Trainer lernt es sein kann, dass man einige Techniken nie lernt, weil dieser Trainer nicht zu einem durchdringen kann. Ein anderer Trainer jedoch könnte die gleiche Technik vielleicht anders erklären sodass man die Technik plötzlich versteht.
Zum anderen sprach Jörg davon, dass durch die Weitergabe von Techniken immer nur ein gewisser Anteil den Schüler erreicht. Wenn dieser Schüler sein Wissen nun selbst als Lehrer weitergibt wird nur ein Bruchteil des ursprünglichen Wissens vermittelt, neue Dinge ergänzt und andere Einflüsse spielen mit ein. Da BJJ nur sehr wenig Formen hat, ist es nur logisch das unterschiedliche Kämpfer die Techniken auf Ihren Körper anpassen um eine höhere Effektivität zu erhalten, die aber nicht mit jeder Statur (Schnellkraft, Größe, Geschwindigkeit, Kraft, Flexibilität…)
Durch diese Folgen der Inzucht sieht Jörg das Jiu Jitsu in Gefahr und hofft deshalb, dass Trainer ihr Wissen regelmäßig im Kampf gegen andere Gegner testen und ihr Ego Beiseite legen. Vor allem, dass Sie keine Angst haben zu verlieren, denn selbst wenn du verlierst lernst du dazu.

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Du willst mehr ? Dann haben wir hier die Rohfassung des Interviews als Video für euch. Viel Spaß damit 🙂

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